Freitag, 19. Juli 2013

Halt mich, halt mich fest.

23:30. Freitag Abend.  Und ich habe das Bedürfnis hinauszugehen, halte es nicht mehr in meinen vier Wänden aus. also ziehe ich mir meinen zu großen Pulli über, tu mir Poisel auf die Ohren und gehe raus in die Nacht. Und in was für eine. Sternenklar. Der Mond steht dick und fett am Himmel. Immer noch um die 20 Grad. Sommernacht. 
Bis eben hat noch ein Sturm in mir getobt, ein Sturm von Gedanken und Gefühlen. Doch nun ist alles still. Und es ist Platz um mich selbst wahrzunehmen. Mich wahrnehmen zu können. 
Alles ist ruhig. ich lege mich auf den Asphalt und schaue in den Himmel hinauf. Sehe jeden einzelnen Stern und spüre gleichzeitig wie klein ich bin im Gegensatz zum Universum aber auch wie ich ein Teil des Ganzen bin. 
Ich könnte ewig so verweilen. Doch dann springe ich auf, muss mich bewegen. Und ich renne. Und meine nackten Fußsohlen klatschten auf den Beton. Ich fühle mich frei. 
Alles was fehlt ist ein Mensch mit dem ich diesen großartigen Moment teilen kann. Und ich denke an dich.
"Und ich vermiss dich, 

weil du Heimat und 
Zuhause bist, 
weil bei dir mein Bauchweh aufhört. 
Halt mich, halt mich fest."
...singt Philipp. Und ja, ich möchte gehalten werden. Von dir. Ich möchte mich in deinen Armen vergraben und mich einfach rundum geborgen fühlen. Stattdessen lande ich wieder auf dem Beton und schaue in den Himmel. 
"Wie sieht der Himmel aus, der jetzt über dir steht?", schaust du vielleicht auch gerade in den Himmel? In den gleichen wie ich? Und denkst an mich? Und was spürst du dabei? So wie ich?

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen